Das Café Knallhart

Woher kommt das Café Knallhart?

Während eines Streiks erkämpften sich Studierende der HWP 1987 erstmals einen Raum, der die Möglichkeit zum Rückzug und zur kritischen Diskussion bieten sollte. Zu diesem Zweck wurde der Seminarraum S 27 besetzt und ein provisorisches Café eingerichtet. Gegen zahlreiche innere und äußere Widerstände hat sich das Knallhart zu seiner jetzigen Form entwickelt. Aus dem Konflikt um den besetzten Raum, erkämpfte man den Umbau des Foyers und damit das heutige Cafe Knallhart als ständige Einrichtung.

Was ist das Café Knallhart?

Das Knallhart ist ein selbstbestimmter Freiraum, der von Studierenden und anderen aktiven Menschen selbstverwaltet wird. Während der Vorlesungszeit dient es als Café, wo sich jeder bei ein bisschen Musik, Kaffee und Brötchen vom Unialltag zurückziehen kann. Auch abends gibt es verschiedenste Veranstaltungen, die ohne Eintritt von möglichst vielen Menschen genutzt und gestaltet werden sollen. Wir wollen einen Ort, an dem Menschen weder illegalisiert noch Gedanken kriminalisiert werden. Sexismus, Rassismus, Faschismus und trans- oder homophobes Verhalten haben hier keinen Platz. Das Knallhart will Gruppen und soziale Bewegungen inner und außerhalb der Uni in ihren Aktivitäten unterstützen, in den Hochschulalltag einbinden und so die kritische Kommunikation und Diskussion zwischen einer Vielfalt von Menschen fördern. Ein Teil davon ist der Mittwoch, an dem der Cafébetrieb als Solischicht von Hamburger Gruppen übernommen wird. Ein Aufschlag von 5 Cent auf alle Leckereien geht an diesem Tag also durch dich an andere Aktive aus der Stadt, plus die Hälfte der Tageseinnahmen.

Mit dem Knallhart sollte nie ein Dienstleistungsunternehmen, sondern ein Gegenpol zum hektischen, leistungsorientern Alltag, auch auf dem Campus, geschaffen werden. Ein Gegenpol zu Kommerz und Konkurrenz. So gestaltet sich auch unser Angebot. Wir versuchen, so weit es in unseren Möglichkeiten steht, ökologische, fair gehandelte und Produkte aus der Region anzubieten und damit unterschiedliche Projekte zu unterstützen. So sind beispielsweise unsere Brötchen nicht nur Bio, sondern kommen aus einer Bäckerei in der Menschen mit schweren Behinderungen angestellt sind und gefördert werden. Unser Kaffee ist nicht nur lecker, sondern aus einer Kooperative, die die Gewinne direkt den Anbauern zukommen lässt und damit ihren Kampf unterstützt. Auch das Knallhart überlebt nicht ohne Geld, aber es geht nicht darum mit dem Café reich zu werden, sondern auch hier eine Alternative zu den bekannt hohen Preisen zu schaffen. Seit einigen Semestern gibt es auch mehrmals die Woche ein warmes Mittagessen und erspart Dir den Weg in die überfüllte Mensa. Das Café Knallhart ist ein vegetarischer Raum.

Was scheinbar oft nicht gesehen wird, ist, dass das Café Knallhart nicht von selbst funktioniert. Es liegt an uns allen diesen Raum und seine Ideen weiterleben zu lassen. Dazu bedarf es viel Initiative, Energie,Kreativität und Organisationsaufwand, um den Alltag, sowie auch die alltäglichen Abweichungen davon, zu meistern. Dies ist nur mit der Mitwirkung vieler und auch unterschiedlicher Menschen zu bewerkstelligen. Das Funktionieren bzw. die Art und Weise dessen hängt immer von Menschen ab die Energie und Engagement einbringen und dies ist von allen die aufs Funktinoieren Wert legen nach individuellen Möglichkeiten gefordert.

Wie ist das Café Knallhart organisiert?

Alle Entscheidungen werden gemeinsam und basisdemokratisch auf dem Großen Plenum getroffen. Das Plenum ist offen und gibt jedem die Möglichkeit nicht nur teilzunehmen, sondern seine Meinung zu sagen und somit dem Knallhart seine Richtung zu geben. Aus diesem Plenum setzt sich das Orga-Plenum zusammen, auf dem sich die Menschen treffen, die bestimmte Verantwortlichkeiten übernehmen, um das Café am Laufen zu halten. Und dann gibt es letztlich verschiedene AG´s, die sich um Bereiche wie die festen Abendveranstaltungen kümmern oder Visionen fürs Knallhart entwickeln.

Wie kannst du dich im Café Knallart einbringen

Das Knallhart braucht Deine Ideen, Deine Hände, Dein Organisationstalent, ein bisschen Deiner Zeit und vor allem Dein Interesse einen selbstbestimmten Freiraum zu erhalten und immer wieder neu zu gestalten. Möglich ist da erstmal alles, was sich im Rahmen der knallharten Grundsätze bewegt und vom „Großen Plenum“ beschlossen wird. Unterstützen kannst du uns bei den Caféschichten während der Vorlesungszeit, bei verschiedenen Verantwortungsbereichen vom Einkauf bis zur Kommunikation, bei der Vokü-Gruppe und bei den Parties am Donnerstag Abend. Außerdem denkbar sind weitere Veranstaltungen (Kneipenabend, Konzerte, Vorträge und Diskussionen etc.), eine Baugruppe, die für die nette (Um-)Gestaltung des Raumes sorgt und was Dir sonst so in den Kopf kommt.

Das Café ist nach Absprache auf dem Großen Plenum auch am Wochenende nutzbar und das sowohl öffentlich als auch für Treffen mit Deiner Gruppe, immer und solange der politische/soziale/kritische Inhalt nicht fehlt.




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